Mein Name ist Lang, Michael Lang. Ich bin 41 Jahre alt und arbeite schon einige Jahre als leitender Angestellter in einem Industriebetrieb. Ich verdiene ganz gut.
Mit meiner Frau und den zwei Kindern wohne ich in einem netten Reihenhaus, das schon fast abbezahlt ist. Wir fahren jedes Jahr auf Urlaub, hin und wieder mache ich auch mit meiner Frau eine Spontanreise – ohne Kinder – wir genießen das immer sehr. Wir sind alle vier sehr sportlich und jedes Jahr mache ich mit Freunden eine Radtour, jedes Mal in ein anderes Land.
Ich habe also keine finanziellen Sorgen. Gerade jetzt habe ich € 50.000,-- zur Verfügung, die ich in nächster Zeit nicht brauche. Damit möchte ich etwas Besonderes machen, was genau, weiss ich noch nicht. Tatsache ist, ich bin kein Mann von langen Anlagen, meine Eltern haben mir ohnehin Anleihen vererbt, die noch lange laufen. Ein Sparbuch habe ich auch, so für den Notgroschen. Bausparverträge haben in der Familie alle und mein Berater hat mir zu einer Lebensversicherung geraten.
Mit diesem Geld soll etwas Besonderes passieren und das möchte ich auch selber verwalten. Spaß möchte ich dabei haben, spannend soll es sein und der Gewinn soll sich auch sehen lassen.
Wann aber ist spannend? Spannung erlebe ich, wenn es auch ein Risiko gibt. Allerdings ein
Überschaubares, zuviel Risiko macht mich nervös, ich kann dann nicht schlafen.
Als ich mit meinem besten Freund Stefan bei einem Bier darüber sprach, sagte er zu mir: „Ich glaube ich weiss was Du willst, Du willst mit diesem Geld ein bisschen zocken. Ich war perplex! Zocken, nein zocken will ich nicht. Zocken hat so den Touch des Unüberlegten. Ich möchte das Gefühl haben, die Dinge in der Hand zu haben. Dazu braucht man einen Plan, besser gesagt eine Strategie.
Wie gehe ich es also an? Ich vereinbare einen Termin mit meinem Bankberater – vielleicht hat er eine gute Idee, die ich dann weiterverfolgen kann. Mein Berater, wir kennen uns schon seit einigen Jahre und sind auf derselben „Wellenlänge“, hört mir aufmerksam zu und gibt mir einen Folder mit, der „Vermögen anlegen und investieren“ heisst. Am gleichen Abend, Zuhause, vertiefe ich mich in die Broschüre und verfolge die darin beschriebenen Investment-Strategien.
Von vier unterschiedlichen Strategien ist hier die Rede: Von der Wachstums-Strategie, der Qualitäts-Strategie, der Dividenen-Strategie und der Momentum-Strategie. Jede dieser vier Strategien ist genau beschrieben, die Chancen und auch die Risken.
Was also möchte ich? Ich möchte investieren aber nicht lange, auf jeden Fall nicht länger als ein Jahr und ich möchte Aktien-Einzeltitel kaufen. Bei meinem nächsten Besuch in der Bank und einem ausführlichen Gespräch mit meinem Berater steht mein Entschluss fest. Ich habe die zu mir passende Strategie gefunden: Die Momentum-Strategie.
Was ist die Momentum-Strategie?
Die Momentum-Strategie versucht, zwischenzeitlich Entwicklungen für eine Performanceverbesserung zu nutzen. Dies ist beispielsweise möglich durch das Ausnutzen von markttechnischen Signalen, das schnelle Handeln bei unerwarteten Entwicklungen sowie das Ausloten des so genannten Marktsentiments (aktuelle Stimmungslage zu einem Unternehmen). Die Momentum-Strategie kann beim strategischen Investieren als Ergänzung eingesetzt werden.
Ein besonderer Anreiz besteht darin, einzelne Investmentstrategien miteinander zu kombinieren.
Nachdem ich mir auf meiner Wertpapierhomepage www.hypo-investor.at ein Musterdepot eröffnet habe und nun schon seit einiger Zeit nur fiktiv gehandelt habe, werde ich in den nächsten Tagen meinen ersten "Echtkauf" tätigen.