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HYPO Volkswirtschaft: Der Westen und die Schwellenländer - Teil II zurück | Aktualisieren

Laut Stephen King, Chef-Volkswirt von HSBC (Hongkong and Shanghai Banking Corporation), habe diese Entwicklung (siehe Teil 1) gravierende Auswirkungen auf die Vermögensverteilung gehabt. Vor allem in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten ging die Einkommensschere stark auseinander. In den USA war die Langzeitarbeitslosigkeit in der Nachkriegszeit noch nie so hoch wie jetzt. Der Wunsch, das Konsumniveau beizubehalten, habe dazu geführt, dass viele Haushalte Kredite aufgenommen haben, um ihre Ausgaben zu finanzieren. Im Westen könnte sich daher die Tendenz verstärken, Länder wie China für seine eigenen Probleme verantwortlich zu machen und Protektionismus und Handelsbeschränkungen zu befürworten. 
       
Die demographische Entwicklung in den westlichen Industrieländern stelle eine zusätzliche Hürde dar. Dem Westen gehen die qualifizierten Arbeitskräfte aus. Dies wird verschärft durch die höhere Lebenserwartung. Auf der anderen Seite gebe es einen großen Zuwachs an Arbeitskräften in den Schwellenländern. In Zukunft werden die Industrieländer also abhängig von deren Arbeitskraft sein. Entweder sie investieren also ihr Kapital in den Schwellenländern, oder sie holen stattdessen deren Arbeitskräfte als Immigranten. Bislang sei eine Entscheidung vermieden worden, indem der gesamte Westen über seine Verhältnisse gelebt habe. Die Schuldenkrise sei das Ergebnis dieser Entwicklung.  
       
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Juli 2010
 erette

 

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